Abstract

SCHWIPPERT, K. & PEEK, R. (2003). Mehrsprachigkeit und Leseverständnis russlanddeutscher Grundschülerinnen und Grundschüler (MEHRLE). Konzept und Ergebnisse einer Pilotuntersuchung in Hamburg und Berlin (Bericht für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (SCHW 890/1-1). Sozialwissenschaftliche Forschungsdokumentationen 18. Münster: Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e.V. ISBN: 3-926083-28-X. Preis: 12,00 €

Stichworte: Migration, Spracherwerb

Die für den Sommer 2003 geplante Untersuchung "Mehrsprachigkeit und Leseverständnis russlanddeutscher Grundschüler" bezieht sich konzeptionell und methodisch auf Vorarbeiten der "Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU/PIRLS". In der Studie wird die Gruppe der russlanddeutschen Viert-, Fünft- und Sechstklässler in den Blick genommen: Es soll spezifisches Wissen über ihr Leseverständnis am Ende der Grundschulzeit gewonnen werden. Dabei steht ihr Leseverständnis sowohl in deutscher als auch in russischer Sprache im Zentrum des Interesses. Besondere Bedeutung wird der Frage beigemessen, inwieweit vorhandene Kompetenzen in Russisch mit dem Leseverständnis in Deutsch zusammenhängen. Der vielfach diskutierten und empirisch bislang nur unbefriedigend gelösten Frage zum Verhältnis von Muttersprache bzw. Familiensprache (L1) und Deutsch als Zweitsprache (L2) wird damit für eine der zahlenmäßig stärksten Immigrantengruppen nachgegangen. Die gewonnenen Ergebnisse können im Kontext von in Deutschland bzw. in Russland erhobenen Daten aus repräsentativen Stichproben vergleichend analysiert werden.

Der Beitrag stellt das Konzept der Untersuchung und besonders die Anlage und Ergebnisse einer im März 2003 durchgeführten Pilotuntersuchung in drei Berliner und zwei Hamburger Grundschulen vor.

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