Abstract

ABEL, J. (2001). Motive für Kurswahlen in der gymnasialen Oberstufe und Studienfachwahlen. Sozialwissenschaftliche Forschungsdokumentationen 13. Münster: Institut für sozialwissenschaftliche Forschung. ISBN 3-926083-22-0. Preis 25,05 €.

Stichworte: Kurswahlen, gymnasiale Oberstufe, Interessentheorie, Studienfachwahlen, Studierfähigkeit

Ausgangspunkt für diese Untersuchung ist die Kritik an der gymnasialen Oberstufe, wie sie z.B. im "Positionspapier der HRK zu Abitur - allgemeine Hochschulreife - Studierfähigkeit" vom 18.10.1995 zum Ausdruck kommt (HRK 1995; Lange 1995). In diesem wird den Studierenden mangelnde Studierfähigkeit unterstellt, was auf das System der jetzigen gymnasialen Oberstufe zurückgeführt wird. Kritisiert werden die relativ freien Wahlmöglichkeiten. Den Schülerinnen und Schülern wird unterstellt, dass sie ihre Kurswahlen nur danach ausrichten, möglichst gute Noten zu bekommen und dass diese Wahlen in keinem Zusammenhang zu ihrer späteren Studienfachwahl stehen. In dieser Untersuchung wird gefragt, ob diese Kritik zutreffend ist. Im Mittelpunkt steht daher die generelle Frage: Erfolgen die Kurswahlen in der gymnasialen Oberstufe aus Interesse und im Hinblick auf eine spätere Ausbildung oder sind andere Gründe ausschlaggebend? Um dem nachzugehen ist auf Basis der Interessentheorie ein Fragebogen mit 14 Fragen erstellt worden. Mit diesem sind anhand einer Stichprobe 802 Studierende retrospektiv zu ihren Motiven der Leistungs- und Grundkurswahlen in der gymnasialen Oberstufe befragt worden.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe ihre Kurse, vor allem die Leistungskurse aus inhaltlichen Interessen wählen und mit Blick auf ein geplantes Studium. Dies allerdings nur, wenn das Kursangebot der Schule ihnen die Möglichkeit dazu bietet.

Bestellungen der Studie direkt e-mail: schriftfuehrer@isf-muenster.de oder über den Buchhandel

 

info@isf-muenster.de